Zeit haben für den anderen

Vortrag von Abt Benedikt Müntnich auf Einladung von Lehmensart
Gestaltung des Abends mit Unterstützung des Pfarrgemeinderates

Es wurde ein nachdenklich stimmender Abend in Lehmen, als der Abt von Maria Laach nach der Messe im voll besetzten Pfarrheim das Jahresprogramm 2011 von Lehmensart eröffnete. „Zeit für dich, Zeit für mich“ sei ein gutes Thema, meinte Abt Müntnich mit Kompliment an die Leute von Lehmensart, die bewusst zur Fastenzeit ein Thema gesucht hatten, das Besinnung im Alltag, wie das Gespräch miteinander einforderte.

Karl-Jürgen Wilbert hatte den Abt begrüßt: „Wir haben in Lehmen unseren Heimvorteil genutzt und Maria Laach eingebunden: Der See und Landschaft prägende romanische Klosterbau, das geistliche Zentrum der Benediktiner und ihrer Ordensregel des Betens und Arbeitens und einem Abt, der ein Kind der Mosel ist“.
Pfarrer Schuh hatte den Abt zuvor in der Kirche begrüßt und während der Messe assistiert. Der Kirchenchor Cäcilia umrahmte feierlich den Gottesdienst.


Abt Müntnich spann vor seinen vielen Zuhörern im Pfarrheim einen Bogen auf, an dem er in klarer Abfolge seine Botschaften aufhängte: Zeit ist Leben und Leben ist Zusammensein mit Anderen, bis wir aufgehen in der zeitlosen Herrlichkeit Gottes, der schon immer war und immer sein wird. Zeit ist das Maß an Zuwendung, das wir in der Familie und unter Freunden aufbringen. Zeit, die ich für jemanden erübrige ist die Hilfe bei der Bewältigung von Konflikten und Enttäuschungen, von Trauer und von Sehnsucht.
Und die Zeit, die ich für mich aufwende, so der Abt, lässt mich der Finsternis und dem Durchbrennen entfliehen, lässt mich den falschen Rausch und das Verlorensein überwinden.

Es muss eine gute und frohe Zeit sein, die wir uns nehmen, die Zeit zum Zuhören und der Anteilnahme wie zur Erziehung der Kinder und Anvertrauter. Und da eine gute Zeit, eine für andere aufgebrachte Zeit sei, so der Abt weiter, gelte dies auch für Immigranten anno 2011. Es könne schon aus der Entstehungsgeschichte des Menschen keine Politik der verschlossenen Türen geben. Und schließlich sei auch das Gespräch mit dem nächsten Nachbarn wichtig. Er kenne dies als Winzerssohn bei der Arbeit im Weinberg, man tausche sich aus und komme sich näher und sei füreinander da.

Christoph Stoffel überreichte dem Abt als kleines Dankeschön einen Geschenkkarton „Lehmensart“, bestehend aus einer Flasche Riesling-Hochgewächs halbtrocken, Lehmener Würzlay, einer Flasche Rieslingsekt extra trocken, jeweils vom Weingut Hermann Deis, einem Glas Rotweingelee von Hans-Michels Hofladen und einem Becher gedreht von Töpfermeisterin Ute Maria Bruns. Bei ihr findet dann auch eine der nächsten Kulturveranstaltungen statt. Am Freitag, dem 27. Mai 2011 um 20:00 Uhr tragen drei Autorinnen unter Klavierbegleitung ein abwechslungsreiches literarisches Programm vor.
Und auch, der Hinweis sei gestattet, am 01. Mai 2011 heißt es wieder: auf zur „Kräuterwanderung“ in Hans-Michels Hofladen in Lehmen-Moselsürsch. Wer nicht wandern will oder kann, ist herzlich im freundlichen Ambiente des Hofes willkommen und kann es sich hier bei Maibowle, Gegrilltem und leckerem hausgemachten Kuchen gutgehen lassen.

Sie sind neugierig auf die nächsten Veranstaltungen von „Lehmensart“?
Eintrittskarten für „Literatur in der Scheune“ am 27.05.2011 in der Scheune der Töpferei von Ute Maria Bruns und „Halbtrocken“ am 11.08.2011 (Zusatzkonzert) im Hof der DLRG können ab sofort in der Bäckerei Herold (Hauptstraße, Lehmen), in Hans-Michels Hofladen (Kirchstraße, Lehmen-Moselsürsch), telefonisch unter 02607-961669 und unter lehmensart@web.de erworben werden. Auch Reservierungen für die Kräuterwanderung am 01.05. und den Brunch mit Live-Musik am 10.07. sind hier möglich.

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