Die Schönheit des Barock erleben

Mit allen Sinnen erleben kann man die Schönheit der Barockmusik. Zu einem besonderen Konzert mit Werken u.a. von Purcell, Händel und J.S. Bach lädt Lehmensart am Sonntag, den 12.10.2014 um 17.00 Uhr in die Filialkirche St. Ägidius in Lehmen/Moselsürsch ein (Eintritt 20 Euro). Als Solisten treten die in Koblenz bekannten und berühmten Künstler Elisabeth Grandjean (Sopran), Sedat Sen (Violine) und Eberhard Nöst (Cembalo) auf.
ELISABETH GRANDJEAN  studierte Gesang an der Musikhochschule Köln bei Prof. Margit Kobeck. Den Abschluss  ihres Studiums bildete die Künstlerische Reifeprüfung in den Bereichen Oper, Oratorium und Lied. Als Solistin bei mehreren Opernprojekten, zahlreichen Oratorienaufführungen und im Bereich der Kammermusik  hat sich Elisabeth Grandjean über den Raum Koblenz hinaus einen Namen gemacht. Im Rahmen ihrer Konzerttätigkeit arbeitete sie bereits mit namhaften Sängern, Dirigenten und Orchestermusikern zusammen. Zu den Höhepunkten ihrer Arbeit zählen Aufführungen mit dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie, der Brandenburgischen Philharmonie Potsdam, dem Carolean Chamber Orchestra Dublin, dem Orchester des Staatstheaters Mainz und Mitgliedern der Staatsphilharmonie Ludwigshafen, des Gürzenichorchesters Köln und des WDR Sinfonieorchesters Köln.

E Grandjean
Der türkischstämmige Geiger SEDAT ŞEN  wurde in Mazedonien geboren.  Nach abgeschlossenem Studium  in der Türkei am Konservatorium in Izmir und an der Staatlichen Hochschule für Musik in Ankara setzte er 1969 sein Studium in Deutschland an der Hochschule für Musik in Detmold in der Meisterklasse von Prof. Tibor Varga mit einem DAAD Stipendium  fort , wo er 1972 seine Reifeprüfung  mit Zulassung zum Konzertexamen ablegte.  Anschließend  war er als Konzertmeister in Heidelberg und ab  1976 bis zu seinem  Ruhestand 2009  als Konzertmeister beim Staatsorchester Rheinische Philharmonie in Koblenz tätig, wo er einen Lehrauftrag für Violine und Didaktik an der Universität Koblenz-Landau bis heute innehat. Seit 1999 leitet er das von ihm ins Leben gerufene Streichorchester „Sinfonietta Koblenz“.

E Sen verkleinert
Im Alter von fünf Jahren gewann EBERHARD NÖST den Grotrian-Steinweg-Preis. Er studierte bei  Rainer Dahlgrün in Hannover und bei Prof. Heinz Schröter an der Staatlichen Hochschule für Musik Köln sowie bei Prof. Günther Kehr (Kammermusik) und Prof. Wilhelm Hecker (Liedbegleitung). Er  kann auf zahlreiche Konzertaktivitäten in Slowenien, Österreich, Skandinavien, Frankreich sowie den USA, Kanada und Deutschland zurückblicken. Nöst wirkt als Pianist, als Repetitor (auch bei Meisterkursen und bei Chören) sowie als Klavier-Pädagoge mit den Schwerpunkten Liedbegleitung und Kammermusik und ist künstlerischer Mitarbeiter am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Koblenz-Landau.

E Nöst
Barockmusik ist einerseits ein Gesang der Herrlichkeit Gottes, andererseits aber auch Lebensfreude. Barockmusik erfordert ein hohes Maß an Musikalität und Virtuosität der Solisten. Barockmusik ist aber auch gleichzeitig in ihren klaren Strukturen, z.B. bei der Fuge, ein Stück zu Tönen gewordene Mathematik. Barockmusik füllt einen aus, lässt die Seele schwingen und bringt einen Einklang mit sich selbst.
Vor und nach dem Konzert wird es natürlich auch einen Schluck Lehmensart geben aus den Weingütern Hermann Deis und Karl Weber.
Die letzte Veranstaltung von Lehmensart in 2014 findet am 1. Advent (30.11.2014) in Hans Michels Hofladen statt. Hier zaubern Nicole und Michael Fuxius mit Ihren Chören eine vorweihnachtliche Stimmung bei einem Adventskonzert, das ausdrücklich zum Mitsingen einlädt. Eintritt 10 Euro
Kartenvorverkauf in der Bäckerei Herold (Hauptstraße, Lehmen), in Hans-Michels Hofladen (Kirchstraße, Lehmen-Moselsürsch), telefonisch unter 02607-961669 und unter www.lehmensart.de.

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Türkischer Abend für Menschen, die das Besondere mögen

Lehmensart lädt zu einem abwechslungsreichen Fest

Zu einem türkischen Abend lädt am Samstag, den 06. September 2014 ab 17.00 Uhr die Kulturinitiative Lehmensart in den Hof der Töpferei von Familie Bruns, Aarstraße 40, mitten in Lehmen ein.


Zwischenzeitlich wohnen 4 Millionen Türken in Deutschland. So wird es an diesem Abend in dem angenehmen Ambiente des Töpferhofes Bruns türkisches Essen (herzhaft und süß), originale türkische Musik, originale türkische Tänze, die die Abteilung für Migrationswesen der Arbeiterwohlfahrt zusammenstellt hat, geben. Für den der es mag, werden zu vorgerückter Stunde Bauchtänze geboten, die der Koblenzer Bauchtanzclub darbietet.

Organisiert wird vor allem die Verpflegung von Frau Sen aus Lehmen/Moselsürsch, die ihrerseits mehrere türkische Geschäfte in der Umgebung einbindet. Guter Geist neben der Arbeiterwohlfahrt ist Fatma Altinok, eine der Mitbegründerinnen von „Merhaba“ in Koblenz-Neuendorf.

Sie dürfen einen abwechslungsreichen Abend, in einem besonderen Ambiente, open-air erwarten, bei dem der türkische Mokka ebenso wenig wie ein türkischer Tee, ein guter Raki oder ein türkischer Wein fehlen dürfen.
Viele Akteure freuen sich auf Ihren Besuch. Der Eintritt für Kinder ist frei.


Karten zu je 5 Euro können in der Bäckerei Herold (Hauptstraße, Lehmen), in Hans-Michels Hofladen (Kirchstraße, Lehmen-Moselsürsch), bei Tel.: 02607-961669, bei www.lehmensart.de und an der Abendkasse erworben werden.

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Wenn Lehmensart im DLRG-Hof die jährliche Musikveranstaltung präsentiert, scheint die Sonne

Bis zum Beginn der Veranstaltung goss es wie aus Kübeln vom Himmel. So manches Glas Begrüßungswein, das von den Lehmer Razejunge ausgegeben wurde, war leicht verwässert. Punkt 19.00 Uhr aber kam die Abendsonne durch und es wurde trocken. Der Vorsitzende von Lehmensart Karl Jürgen Wilbert konnte die gut 250 Gäste, die zum Konzert mit Django Reinhardt and friends kürzlich in den Hof der DLRG gekommen waren, begrüßen mit den Worten: „Wenn Lehmensart etwas unternimmt lacht der Himmel.“ Es folgte eine Elvis Presley-Show mit Django Reinhardt und seinen Mannen, die den Zuhörern, die auf jedes Wetter gefasst waren,  unter die Haut ging. Sie tanzten, sangen und fühlten sich wohl, tranken zwischendurch ein Glas Lehmensart und wurden für einen Abend zu einer eingeschworenen Gemeinschaft. Wenn man die Augen schloss fühlte man sich dank der starken und kräftigen, angenehmen, sehr an Elvis Presley erinnernden Stimme in die 50-/60-iger Jahre  zurück versetzt. Titel wie „Kiss me now“, „Hard Rock Café“ und „Love me tender“ verfehlten nicht ihre Wirkung.
Nach einer Stunde des Aufleben Lassens der Songs der 50-/60-iger Jahre folgte Mike Reinhardt, der zu Recht als einer der schnellsten und ausdruckstärksten Gitarristen der Gipsy-Szene in Deutschland gilt. Man kann einfach nicht genug bekommen wenn er über die Saiten seiner Gitarre springt, seine Gitarre rhythmisch zupft oder den Klangkörper seiner Gitarre als Schlagzeugt nutzt. Es macht Vergnügen zu sehen, wie der Funke auf die Musiker seiner Band überspringt, auf die 2 Sologitarren, auf die Bassgitarre, auf das Schlagzeug und das Keyboard. Jeder ist ein großer Solist für sich.

Django Reinhard und seine internationalen Freunde

Fotos: Peter Seydel und Monika Beginen
Karl Jürgen Wilbert bedankte sich bei LOTTO Rheinland-Pfalz und bei allen ehrenamtlichen Helfern, die diesen Abend möglich gemacht hatten. Er erinnerte daran, dass zu Lehmensart Rock und Pop, Elvis Presley und auch Gipsy-Musik gehören wie kürzlich die Brandenburgischen Konzerte 3, 4 und 5 unter der Leitung von Ron Entleutner und moderiert von Ulrich Stelter. Das Konzert, aufgeführt in der Filialkirche St. Ägidius in Moselsürsch war ein großer Erfolg.
Nach einer guten Stunde kehrte Django Reinhardt auf die Bühne zurück und erinnerte an Frank Sinatra, an den großen Dean Martin oder andere Stars aus Las Vegas.
Auf dem Höhepunkt gab es zwei Stücke, wie Django Reinhardt sagte „aus unserer Kultur“, die alle Gefühle von Melancholie bis zur Freude, von Ausgelassen Sein bis zum In-sich-kehren auffing und, dass diese Lieder in Zigeunersprache gesungen wurden, war für viele ein besonderes Erlebnis.
Als nach 2 ½ Stunden die vierte Zugabe verklungen war, zog sich der Himmel wieder zu. Es war gerade noch Zeit ein, zwei oder auch drei Glas Wein an den Ständen der Winzer Helmut Deis und Uwe Weber zu trinken oder einen Flammkuchen aus dem Café Mélange zu verkosten, dann öffnete der Himmel seine Schleusen.
Leider konnte der angekündigte Geiger Vatli Krause wegen Schwierigkeiten bei der Anreise an diesem Abend nicht auftreten.

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Musik ist die Sprache der Engel

Maifeld Classics 2014 präsentieren Johann Sebastian Bach in der St. Ägidius Filialkirche in Moselsürsch.

Drei der sechs Brandenburgischen Konzerte von Bach, das dritte, vierte und fünfte, wurden von der ‚cappella accademia Koblenz/Leipzig’ unter der Leitung von Universitätsdirektor Ron-Dirk Entleutner gespielt. 16 Musiker, die sich aus dem UNI-Kammerorchesters Koblenz und der Leipziger cappella accademia zusammen gefunden haben, haben sich zum Ziel gesetzt, auf modernen Instrumenten unserer Zeit die historische Aufführungspraxis der Bach‘schen Musik umzusetzen.

In der ausgezeichneten Akustik der kleinen Kirche von Moselsürsch entfaltete sich der Klang der Musik zu einem Erlebnis für die Besucher, das verständlich machte, dass Johann Sebastian Bach als Vollender des musikalischen Barock bezeichnet wird. Und man spürte, dass sich die cappella accademia der barocken Klangwelt verschrieben hat.

Mehrere Streich- und Blasinstrumente im Concertino zu kombinieren, war eine Spezialität der deutschen Komponisten, und dies war auch Bachs erklärte Absicht, als er seine sechs Brandenburgischen Konzerte schrieb. Keine zwei dieser Stücke zeigen die gleiche Besetzung: jedes kombiniert die Instrumente, die in einer fürstlichen Hofkapelle um 1720 vorhanden waren, zu einer neuen, oftmals gewagten klanglichen Einheit. Markgraf Christian Ludwig von Brandenburg, dem Bach diese Konzerte 1721 widmete, verfügte über die Instrumentalisten, um diesen – technisch ungeheuer anspruchsvollen – Zyklus aufzuführen.

Der Titel ‚Brandenburgische Konzerte’ wurde übrigens erst von Philipp Spitta geprägt, in seiner 1873 bis 1879 verfassten Bachbiografie, und hat sich auch durchgesetzt. Bach selbst nannte sein Werk: Sechs Konzerte mit mehreren Instrumenten.

Die Partitur der Brandenburgischen Konzerte war keine Neukomposition, Bach hatte die Werke nicht eigens dafür komponiert. Er nutzte Kompositionen, die nicht alle in Köthen um 1720, sondern zum Teil wohl bereits in seiner Weimarer Zeit von 1708 bis 1717 entstanden waren. Das erste und das dritte Konzert sind nach heutiger Kenntnis in Weimar geschrieben, die anderen in den ersten Köthener Jahren, stilistische Vergleiche von Musikwissenschaftlern haben dies untermauert.

Präzise leitet Ron-Dirk Entleutner seine Musiker. 1976 in Leipzig geboren, von 1985 bis 1994 Mitglied des Leipziger Thomanerchores. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er im Alter von vier Jahren, durch ein Förderprojekt von Kurt Masur. Der prägte das Leipziger Musikleben fast 30 Jahre lang als Gewandhauskapellmeister.  Ron Dirk Entleutner hat etliche Musikensembles gegründet, er hat in den USA, der Schweiz und Südafrika gastiert, in Deutschland sowieso, zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen sind entstanden. Seit 2007 ist Ron Dirk Entleutner Universitätsmusikdirektor der Universität Koblenz – Landau.

Herzlicher, andauernder Applaus der Besucher dankte den Musikern und ihrem Dirigenten. Und Hans-Ulrich Stelter, Fernseh-Journalist, der das Konzert moderierte, zitierte Beethoven, der einmal über Bach gesagt hat: ‚Nicht Bach, sondern M-e-e-r sollte er heißen wegen seines unendlichen unausgeschöpften Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien’.

Am Ende des Konzertes dankte Christoph Stoffel, zweiter Vorsitzender der Kulturinitiative Lehmensart e.V., den Künstlern und Hans-Ulrich Stelter, der die Zuschauer gekonnt mit Hintergrundinformationen versorgte.

Maifeld Classics - Brandenburgische Konzerte

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