Musik ist die Sprache der Engel

Maifeld Classics 2014 präsentieren Johann Sebastian Bach in der St. Ägidius Filialkirche in Moselsürsch.

Drei der sechs Brandenburgischen Konzerte von Bach, das dritte, vierte und fünfte, wurden von der ‚cappella accademia Koblenz/Leipzig’ unter der Leitung von Universitätsdirektor Ron-Dirk Entleutner gespielt. 16 Musiker, die sich aus dem UNI-Kammerorchesters Koblenz und der Leipziger cappella accademia zusammen gefunden haben, haben sich zum Ziel gesetzt, auf modernen Instrumenten unserer Zeit die historische Aufführungspraxis der Bach‘schen Musik umzusetzen.

In der ausgezeichneten Akustik der kleinen Kirche von Moselsürsch entfaltete sich der Klang der Musik zu einem Erlebnis für die Besucher, das verständlich machte, dass Johann Sebastian Bach als Vollender des musikalischen Barock bezeichnet wird. Und man spürte, dass sich die cappella accademia der barocken Klangwelt verschrieben hat.

Mehrere Streich- und Blasinstrumente im Concertino zu kombinieren, war eine Spezialität der deutschen Komponisten, und dies war auch Bachs erklärte Absicht, als er seine sechs Brandenburgischen Konzerte schrieb. Keine zwei dieser Stücke zeigen die gleiche Besetzung: jedes kombiniert die Instrumente, die in einer fürstlichen Hofkapelle um 1720 vorhanden waren, zu einer neuen, oftmals gewagten klanglichen Einheit. Markgraf Christian Ludwig von Brandenburg, dem Bach diese Konzerte 1721 widmete, verfügte über die Instrumentalisten, um diesen – technisch ungeheuer anspruchsvollen – Zyklus aufzuführen.

Der Titel ‚Brandenburgische Konzerte’ wurde übrigens erst von Philipp Spitta geprägt, in seiner 1873 bis 1879 verfassten Bachbiografie, und hat sich auch durchgesetzt. Bach selbst nannte sein Werk: Sechs Konzerte mit mehreren Instrumenten.

Die Partitur der Brandenburgischen Konzerte war keine Neukomposition, Bach hatte die Werke nicht eigens dafür komponiert. Er nutzte Kompositionen, die nicht alle in Köthen um 1720, sondern zum Teil wohl bereits in seiner Weimarer Zeit von 1708 bis 1717 entstanden waren. Das erste und das dritte Konzert sind nach heutiger Kenntnis in Weimar geschrieben, die anderen in den ersten Köthener Jahren, stilistische Vergleiche von Musikwissenschaftlern haben dies untermauert.

Präzise leitet Ron-Dirk Entleutner seine Musiker. 1976 in Leipzig geboren, von 1985 bis 1994 Mitglied des Leipziger Thomanerchores. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er im Alter von vier Jahren, durch ein Förderprojekt von Kurt Masur. Der prägte das Leipziger Musikleben fast 30 Jahre lang als Gewandhauskapellmeister.  Ron Dirk Entleutner hat etliche Musikensembles gegründet, er hat in den USA, der Schweiz und Südafrika gastiert, in Deutschland sowieso, zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen sind entstanden. Seit 2007 ist Ron Dirk Entleutner Universitätsmusikdirektor der Universität Koblenz – Landau.

Herzlicher, andauernder Applaus der Besucher dankte den Musikern und ihrem Dirigenten. Und Hans-Ulrich Stelter, Fernseh-Journalist, der das Konzert moderierte, zitierte Beethoven, der einmal über Bach gesagt hat: ‚Nicht Bach, sondern M-e-e-r sollte er heißen wegen seines unendlichen unausgeschöpften Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien’.

Am Ende des Konzertes dankte Christoph Stoffel, zweiter Vorsitzender der Kulturinitiative Lehmensart e.V., den Künstlern und Hans-Ulrich Stelter, der die Zuschauer gekonnt mit Hintergrundinformationen versorgte.

Maifeld Classics - Brandenburgische Konzerte

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Gipsy-Ausnahmekonzert bei Lehmensart

Django Reinhardt und seine internationalen Freunde spielen beim jährlichen Großkonzert in Lehmen

In der Region verwurzelt, dennoch international ein Star, in den Fest- und Konzertsälen unserer Region ein gern gesehener Gast und gleichzeitig ein Fernsehstar: Django Reinhardt spielt mit seiner Band und seinem Bruder Mike am 10.07.2014 um 19.00 Uhr im Hof des Bildungszentrum der DLRG. Mit von der Partie ist der in Fachkreisen bekannte Gipsygeiger Vatli Krause, was einen besonderen Höhepunkt verspricht.
Django Reinhardt zählt international zu den Ausnahmekünstlern, die die Gitarre in einer faszinierenden  Form beherrschen. Geboten werden die bekannten Hits von Elvis Presley und Gipsymusik. Django ist nicht nur als Gitarrensolist bekannt sondern hat schon in allen großen Medien gesungen, sodass der Abend abwechslungsreich, voll Temperament und unterhaltend wird.
Insgesamt werden Songs dargebracht die in ARD und ZDF oder mit dem Staatsorchester Rheinland-Pfalz für ihn arrangiert und aufgeführt wurden.
Der Abend im DLRG-Hof, zu dem ein interessantes Catering angeboten wird, verspricht wieder das zu erfüllen, was die Veranstaltungen in den letzten Jahren geboten haben.
Aufgrund seiner besonderen Stimme wird es im Hof der DLRG ein Abend, der sich in die Erinnerung einbrennen wird.
Unterstützt wird der Abend von LOTTO Rheinland-Pfalz, ein Teil des Reinerlöses wird einem sozialen Zweck zugeführt.
Die DLRG bietet auswärtigen Gästen für 30 Euro eine gepflegte Übernachtungsmöglichkeit mit Frühstück (Tel.: 02607-963130)

Karten zu je 20 Euro können in der Bäckerei Herold (Hauptstraße, Lehmen), in Hans-Michels Hofladen (Kirchstraße, Lehmen-Moselsürsch),  im Bauzentrum Röhrig (Treis-Karden), Lotto Annahmestelle P. Leiendecker Kobern-Gondorf, Lotto Annahmestelle M. Feißt, Moselweißer Str. 34, Koblenz, telefonisch unter 02607-961669, unter www.lehmensart.de und unter www.ticket-regional.de (zum Ausdrucken oder Zuschicken) erworben werden.

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Lesung mit Petra Reategui

Literatur am Brunnen von Moselsürsch
Bei herrlichem Wetter konnte Petra Reategui aus ihrem Roman „Moselhochzeit“ vortragen. Untermalt von Begebenheiten bei der Recherche zu dem Roman und Anekdoten mit Menschen, die viele Daten und Fakten zu Ereignissen und Örtlichkeiten beigesteuert haben, war es eine kurzweilige Lesung. 60 Zuhörer hatten den Weg zum Brunnen nach Moselsürsch gefunden und lauschten den Worten der Autorin.

Lesung mit Petra Reategui

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Große Musik in kleiner Kirche

„Maifeld Classics“ mit Bachs Meisterwerken

„cappella accademia“ mit Brandenburgischen Konzerten in St. Ägidius

Sonntag, den 15.06.2014 um 17.00 Uhr

Traditionell im Frühjahr lädt die kleine Gemeinde Moselsürsch zu den „Maifeld Classics“. Bereits zum wiederholten Male wird die kaum 150 Zuhörer fassende Kirche St. Ägidius zum großen Konzertsaal. Kleine Brötchen wurden hier selten gebacken. Nach Händels Bestseller „Messias“ und Carl Orffs Vertonung der mittelalterlichen Texte der „Carmina Burana“ wid-met sich in diesem Jahr das renommierte Festival dem bedeutendsten aller Leipziger Thomaskantoren: Johann Sebastian Bach. Auf dem Programm stehen die Brandenburgischen Konzerte Nr. 3, 4 und 5. Diese beeindruckenden, vor Spielfreude strotzenden, barocken Meis-terwerke zählen mit Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und Händels „Feuerwerksmusik“ zu den Meilensteinen dieser besonderen Epoche. Von Anfang an mit dabei ist Koblenzer Universitätsmusikdirektor Ron-Dirk Entleutner. Seit 2007 für die musikalischen Geschicke an der Universität in Koblenz verantwortlich, ist er bekannt für unkonventionelle Konzertprojekte, Musikerlebnisse an besonderen Konzertorten. Und wenn Bach auf dem Pult liegt, dann ist es ein Heimspiel für den 38jährigen. Selbst ehe-maliger Thomaner und durch Studium und Job tief in der Leipziger Bach-Tradition verwur-zelt, setzt er bei seinen Aufführungen auf tänzerische Leichtigkeit und Lebendigkeit der ba-rocken Epoche. „Unser Bach soll swingen so betitelte die Leipziger Presse einen Artikel über den jungen Leipziger Dirigenten.

Foto EntleutnerRon Dirk Entleutner

Und mit der „cappella accademia“ hat er einen jungen Klangkörper an der Hand, der sich seit Jahren auf die Musik des Thomaskantors spezialisiert hat. Das Ensemble, ursprünglich in Leipzig gegründet, vereint heute junge Musikerinnen aus dem Orchester der „amici musicae“, Leipzig und dem UNI-Kammerorchester Koblenz. Besonders beeindruckend und von der Presse anerkennend beschrieben waren die Aufführungen der Bachschen Oratorien in der Konzertreihe „Bach in Koblenz“, die am Palmsonntag dieses Jahres ihren erfolgreichen Abschluss fand.

OrchesterKein Konzert in Moselsürsch ohne das besondere Sahnehäubchen: niemand geringeres als Hans-Ulrich Stelter, jahrelang Journalist, Korrespondent und Moderator beim SWR, ZDF und Phönix, wird durch dieses besondere Programm führen. Die Symbiose aus Musik und Text ist seit den ersten Konzerten der „Maifeld Classics“ das erfolgreiche Konzept schlechthin.

Karten zu je 20 Euro können in der Bäckerei Herold (Hauptstraße, Lehmen), in Hans-Michels Hofladen (Kirchstraße, Lehmen-Moselsürsch), telefonisch unter 02607-961669, unter www.lehmensart.de und unter www.ticket-regional.de erworben werden.

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