Kulturinitiative „Lehmensart“ lotst Schauspieler nach Moselsürsch – Lesung begeistert Besucher

Egal ob „Tatort“ im Fernsehen oder „Der bewegte Mann“ im Kino – Rufus Beck gehört zur ersten Garde deutscher Schauspieler. Nun war der 43-Jährige in einer bisher unbekannten Rolle in Moselsürsch zu Gast – in der als Vorleser.

Ausdrucksstark, pfiffig und amüsant las Schauspieler Rufus Beck aus Michael Köhlmauers Buch „Shakespeare neu erzählt“ vor. Foto: Heinz Israel

Ausdrucksstark, pfiffig und amüsant las Schauspieler Rufus Beck aus Michael Köhlmauers Buch „Shakespeare neu erzählt“ vor. Foto: Heinz Israel

Die Kulturinitiative „Lehmensart“ verwöhnte 200 Besucher im Innenhof von Hans Michels Hofladen mit einer musikalischen Lesung von William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. Rufus Beck, ein Schauspieler mit internationalem Renommee, las aus Michael Köhlmauers Buch „Shakespeare neu erzählt“ und interpretierte dabei auf ironische Art die moderne Version des bekannten Zaubermärchens. Zwischen den Auftritten spielten Anna und Ines Wlachowski Stücke aus Felix Mendelssohn Bartholdys „Sommernachtstraum“.

Es war ein in mehrfacher Hinsicht traumhafter Abend, der kulturinteressierte Besucher im beschaulichen Moselsürsch zusammenführte. Die untergehende Sonne des Spätsommertages streifte noch die Dächer, als Rufus Beck mit den beiden Pianistinnen aufs Podium trat. Jeder der Besucher wurde mit einem Glas „Lehmensart“ begrüßt und in der Pause mit einem kulinarischen Angebot gestärkt.

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Multi-Kulti und der Wertewandel

Temin: 27.11.2010 um 19:00 Uhr
Eintritt: – frei –
Ort: Castorkirche Lehmen und Pfarrheim

Nach der heiligen Messe spricht Professor Dr. Heribert Niederschlag von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar.

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Termine 2011

26.03.2011  Abt Müntnich aus Maria Laach, Messe anschließend Vortrag Pfarrheim
01.05.2011  Kräuterwanderung, Hans-Michels Hofladen
27.05.2011  Wenn es Nacht wird in Lehmen, Lesung in Töpferei Ute Maria Bruns
10.07.2011  Brunch mit Live-Musik in Hans-Michels Hofladen
12.08.2011  Halbtrocken im Hof der DLRG
23.10.2011  Projektchor in der Castorkirche

Flyer:
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Hochkultur in Moselsürsch

Sie ist ganz jung, die Kulturinitiative „Lehmensart“, aber sie hat in den ersten Monaten ihres Bestehens bereits absolut wundervolle Veranstaltungen an die Mosel geholt. Da war der bulgarische Abend, den so schnell niemand vergessen wird, dann die „Welt der schönen Dinge“ und jetzt ein veritabler Sommernachtstraum im Hofladen in Moselsürsch. Rufus Beck in Moselsürsch? Da wird der ein oder andere Fan des großen Schauspielers und Hörbuchlesers wohl bundesweit erst einmal das Internet bemüht haben.

Rufus-Beck

Gut so, man darf dort auch nachher zu Besuch kommen. Hier in der Region hatte man keine Probleme, den Weg in die Kirchstraße zu finden. Und so war der Hof bis zum Bersten gefüllt, als Dr. Karl-Jürgen Wilbert sein Grußwort sprach.

Und in der Tat, auch der kostbare Flügel hatte seinen Weg gefunden in den Geflügelhof, an dem saßen zwei ebenso charmante wie brillante Pianistinnen, Ines und Anna Walachowski, die in feenhafter Leichtigkeit den Sommernachtstraum von Felix Mendelssohn-Bartholdy in den sanft erlöschenden Abend zauberten.

Das Licht wanderte und verschwand, und dann kam er: Rufus Beck, der keinen Augenblick einen Zweifel daran ließ, warum er einer der beliebtesten Schauspieler Deutschlands ist. Für eine ganze, jüngere Generation reicht seine Stimme, für mich als Generationsgenossen waren auch offene Augen angesagt. Er erzählte uns die aberwitzigen Verwicklungen des „Sommernachtstraums“ des ebenso aberwitzig vertrackten Autors Shakespeare in einer kürzeren, aber nicht minder unterhaltsamen Fassung, so hatte man den noch nicht gehört, aber eigentlich wäre man froh gewesen, ihn früher so erleben zu können.  Hochkultur“ eben. Ich fand den Ausdruck immer als einen Schlag ins Gesicht derer, die vor Ort schaffen, „Lehmensart“ hat mir die beiden Konzepte locker versöhnt. Stefan Gemmel und die anderen Organisatoren des Abends überreichten den Geschenkkarton
„Lehmensart“ samt Rotweingelee, die Künstler enteilten aus nachvollziehbaren Gründen recht flott, aber für das Publikum fügte sich alles, man blieb, auch im Gespräch.

Ja, man durfte träumen in einer Sommernacht, das war ein Abend für die Ewigkeit, danke Lehmensart!

Quelle: Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Untermosel, Ausgabe 37/2010 Seite 24
Autor: Thomas Krämer
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